Stadtforum "Stadtverträgliche Mobilität":

Münster erfindet sich gerade neu

13.02.2020 - Sporthalle der Stadtwerke Münster

Auf dem Stadtforum „Stadtverträgliche Mobilität“ habe ich die WIN am Tisch der Wirtschaft vertreten. Im Rahmen des Forums diskutierten Vertreter aus Verwaltung, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und der Stadtgesellschaft über die zentralen Herausforderungen der Verkehrswende in Münster und erarbeiteten, welche Handlungsansätze von besonderer Bedeutung dafür sind.

In seinem Schlusswort stellte Stadtbaurat Robin Denstorff fest, dass „Münster sich gerade neu erfindet“. Dies zeige sich u.a. daran, dass die verschiedenen Interessengruppen, die jahrzehntelang in den Diskussionen kompromisslos an ihren konträren Positionen festgehalten haben, die Notwendigkeit sehen, dass der knappe Verkehrsraum dringend neu aufgeteilt werden muss, auch wenn dies nicht konfliktfrei verlaufen wird. Neu war auch die Erkenntnis, diese Wende nicht als Einschränkung, sondern als Chance, die Aufenthaltsqualität in der Stadt zu verbessern, gesehen werden kann.

Wie soll es nun weitergehen? Der Rat der Stadt hat schon einige Bausteine, wie die Velorouten und die Münsterland-S-Bahn angestoßen, die nun zeitnah umgesetzt werden müssen. Parallel dazu wird das von der Stadt beauftragte Planungsbüro orange edge ein Mobilitätskonzept entwickeln, in das die bereits existierenden und in Planung befindlichen Bausteine integrieren werden.

Die Zahl der täglichen Ein- und Auspendler (zusammen 360.000) zeigen auf jeden Fall, dass das Umland mit in den Blick genommen und gemeinsam gehandelt, also Überregional gedacht werden muss. Das Thema Mobilität kann dabei nicht isoliert betrachtet werden, sondern die Schaffung bezahlbaren Wohnraumes wird zur Lösung des Problems unerlässlich sein. Die Vertreter der Wissenschaft wünschten sich abschließend in Anbetracht der zu erwartenden Widerstände nicht nur den nötigen Mut zur Veränderung, sondern vielmehr auch „Mut zur Verärgerung“!