Talente heben, wo keiner sucht

Lehrer bitten, auf den Menschen hinter den Noten zu schauen

Foto: Biederstädt/WN
Prof. Dr. Christian Fischer
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Ingo Niggemann und Jonas Görges (v.l.n.r.)
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9.9.2019 – Schloßtheater Münster

Greta Thumberg hat ihre Schwäche zu ihrer Stärke gemacht. Professor Dr. Christian Fischer vom Internationalen Centrum für Begabungsforschung an der Universiät Münster hat gezeigt, dass es sich lohnt nicht nur nach Talenten im Kognitiven oder handwerklichen Bereich zu schauen: es gibt Begabungen in den unterschiedlichsten Bereichen, die eingesetzt werden wollen. Auch dort, wo man es gar nicht vermutet.

 

WIN-Mitglied Ingo Niggemann hat als Unternehmer gezeigt, wofür es sich lohnt zu lernen. Nach dem Hauptschulabschluss hat er Jonas Görges in seiner Entwicklung vom Auszubildenden zum Gesellen und weiter ins Büro und zum Leiter der internen Produktion unterstützt. Neu war dabei für das Unternehmen die eingeforderte Mitsprache auf Augenhöhe. Gar nicht leicht, sich darauf einzulassen. Aber beide bestätigen: es lohnt sich, ausgetretene Pfade zu verlassen. Ein gemeinsamer und wichtiger Schritt in der Entwicklung auch des Unternehmens. Voraussetzung dafür ist das wechselseitige Vertrauen in die Fähigkeiten und Fairness des jeweils anderen gewesen.

 

„Beziehungsaufbau ist das A und O“ bestätigten auch die anwesenden Lehrer verschiedenster Schulen Münsters. Sie betonten, dass Talente sich nicht nur in Noten niederschlagen, es sei viel wichtiger, den Menschen dahinter in den Blick zu nehmen. Auf die Frage, was Lehrer sich von Unternehmen erhoffen, lud Frau Thies vom Overberg-Kolleg die Unternehmer ein: „Kommen Sie zu uns in den Wirtschaftsunterricht!“. Diese Steilvorlage wollen wir nutzen und das Zusammenspiel von Unternehmen und Schule weiter fördern. Wir arbeiten an einem passenden Format!