Mut für die Hammer Straße gefordert

WIN lud alle Interessengruppen zum Thema Verkehr ein / Mehr Lebensqualität fürs Viertel

15.03.2019 - Pfarrheim St. Joseph Münster

Können Unternehmen mehr Umsatz machen, obwohl oder eher, weil Flächen für Autos und Parkplätze wegfallen? Wie kann Verkehr anders laufen, damit die Hammer Straße als Lebensraum gewinnt? Das bewegte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops, zu dem die Wirtschaftsinitiative Münster (WIN) eingeladen hatte. Die einhellige Forderung der verschiedenen Interessenvertreter war: mehr Mut für die Umplanung der Hammer Straße.

 

Wenn die belebte Straße zwischen Geistmarkt und Ludgeriplatz einmal ihren Status als Bundesstraße loswird, eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Planungsprozesse brauchen Zeit. Deshalb ergriff die WIN schon jetzt die Initiative und holte alle Interessenvertreter an einen Tisch; eine gemeinsame Vision und erste Lösungsvorschläge sollten formuliert warden: z.B. Südviertelbüro und Wohnprojekt, Einzelhandel, Stadtwerke, Verwaltung und Parteienvertreter wie auch sachkundige Bürgerinnen.

 

Die Auto-Gegner konnten das Bedürfnis des Einzelhandels nach Erreichbarkeit gut stehenlassen. Die Vielfalt des Einzelhandels entlang der Hammer Straße sahen alle Teilnehmer als wertvolles und schützenswertes Juwel, weil die Nähe der Geschäfte die Lebendigkeit des Viertels erhält. Zentraler Bezugspunkt ist der Platz rund um die Josephskirche, er sollte stärker akzentuiert werden, waren ebenfalls alle einig. Auch unkonventionelle Ideen einmal eine Zeitlang auszuprobieren und erlebbar zu machen, traf auf große Zustimmung.

 

Als Mitglied im Beirat Mobilität Münster 2035+ wird die WIN die Anliegen der Südviertler zur Hammer Straße weitertragen. „Wir verstehen uns als Initiatoren, als Netzwerker und Thementreiber“, unterstreicht WIN-Vorstand Katharina Neuroth.