Diskussionsfreudig und nachdenklich

Gäste der WIN lassen sich von Schülern und Azubis deren Sicht auf die Welt erklären

Mit Unterstützung der Schüler und Auszubildenden nahm die WIN die Zukunft in den Blick.

07.03.2019 – Alte Feuerwache des Coppenrath-Verlages

„Wie tickt die Jugend?“ – Unter dieser Fragestellung hatte die Wirtschaftsinitiative Münster (WIN) eingeladen, das Thema Nachwuchs für Unternehmen in den Blick zu nehmen. Etwa 50 Mitglieder und Gäste ließen sich darauf ein, nicht über, sondern mit den Schülern und Auszubildenden ins Gespräch zu kommen. So nämlich hatte WIN-Vorstand Katharina Neuroth den Anspruch an die Veranstaltung formuliert: „Nur wenn wir sie gut kennenlernen, können wir geeignete Strategien entwickeln, um junge Menschen zu gewinnen und zu halten.“

 

Sie suchen einen festen Rahmen und den Sinn in ihrem beruflichen Tun. Sie wollen feste Arbeitszeiten, aber nicht zu viel davon. Dass die „Generation Z“ anders tickt, wurde schnell klar aus den Statements der Schülerinnen und Schüler der Friedensschule sowie der vier Auszubildenden der Kanzlei Alpmann-Fröhlich. Sie hatten sich bereiterklärt, einen Einblick in ihre Wünsche und Erwartungen, ihre Sorgen und Gedanken zu gewähren. Provokative Fragen wie: „Warum sind so viele Rechtschreibfehler in den Bewerbungen?“ waren im direkten Austausch der Generationen dann eher untergeordnet, denn das Interesse war riesig, die Jugendlichen wirklich besser kennenzulernen.

 

Eingangs hatte die Unternehmerin Magdalena Münstermann das von ihr ins Leben gerufene „Telgter Modell“ zur Ausbildung vorgestellt. Es lebt davon, dass sich Schulen und mittlerweile etwa 100 Unternehmen schon früh vernetzen. Ihr leidenschaftliches Plädoyer: „Macht das Lernen erlebbar und geht auf die Jugendlichen ein!“ Das Beispiel der Suchplattform Azubi-me, die bei der Suche nach Auszubildenden den Spieß umdreht, ergänzte die Perspektive der Jüngeren pointiert.

 

Dass die Botschaften ankamen, machte die anschließende Diskussion deutlich. Die WIN wird das Thema Nachwuchsgewinnung weiterverfolgen. Einige Teilnehmer signalisierten sofort Bereitschaft zur Mitarbeit. Im Laufe des Jahres, so Katharina Neuroth, will die WIN konkrete Formate und Strategien entwickeln, um die Mitgliedsunternehmen bei der Suche nach jungen Kräften zu unterstützen.