Erreichbarkeit als Standortfaktor: Das Fahrrad als Teil der Lösung

31.01.2019 – IHK Nord Westfalen

Arbeitgeber nehmen Erreichbarkeit als entscheidenden Faktor auf dem Arbeitsmarkt wahr, die Stadt hat Mobilität als Kernproblem erkannt. Unter dem Titel „Mit dem Rad zur Arbeit – so kann es gelingen!“ hatten ADFC und IHK gemeinsam zu einem Symposium geladen. Natürlich war die WIN dabei. Unsere Geschäftsführerin Eva-Marie Dumstorf berichtet:

Zwar ist auch aus Sicht der städtischen Verkehrsplanung das Rad nicht die alleinige Lösung des Verkehrsproblems der Stadt. Dennoch ist der weitere Ausbau des Radverkehrs notwendig, wie Michael Milde, Abteilungsleiter Verkehrsplanung, betonte. Er wies auf die erforderliche Verschränkung von städtischer und betrieblicher Mobilität hin. Die Schaffung eines Fahrradfreundlichen Betriebsklimas sei dazu ein geeignetes Mittel. Dazu gehörten z.B. die Bereitstellung von Infrastruktur, angefangen von Mitarbeiter-Duschen bis hin zu überdachten Fahrradabstellplätzen und Ladestationen für E-Bikes als auch Service-Angeboten wie z.B. des Job-Rades.

Joachim Brendel, Geschäftsbereichsleiter der IHK Nord Westfalen, stellte dazu das von der IHK Nord Westfalen in 2019 geschaffene Fortbildungsangebot zum Mobilitätsmanager vor, damit unternehmenseigene Mitarbeiter ihren Arbeitgeber und Kollegen in Fragen rund um Mobilität beraten können.

Die Stadt Münster arbeitet an der Schaffung weiterer Fahrradstellplätze im Bereich des Bahnhofs und kooperiert mit den umliegenden Gemeinden, um in den kommenden Jahren 13 Velorouten, die Münster mit dem Umland verbinden sollen, zu schaffen. Um die Herausforderungen im Bereich Mobilität zu bewältigen, erfordere es „ein schlüssiges Konzept, dass alle Verkehrsarten miteinander verbindet“ so Milde. Der stellvertretende Bundesvorsitzende des ADFC, Ludger Koopmann, wünscht sich hierfür bei Unternehmen und Politik, den erforderlichen Mut zum Handeln und Querdenken. – Das gelingt offenbar schon ganz gut – frisch und quer zu denken scheint ansteckend zu sein.