Klostergespräche fragen nach Bedürfnissen junger Menschen

(v.l.n.r.:) Andreas Schulte-Werning, WIN Vorstand, Prof. Dr. Olaf Arlinghaus, Pater Harald Weber OFMCap und Markus Warode, IUNCTUS

Welchen Beitrag können Unternehmer leisten, um junge Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen?

Die vierte Auflage der Klostergespräche, einer Kooperation zwischen der WIN und IUNCTUS, dem Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität der PTH Münster hatte diesmal zum Thema - „Geld oder Liebe? – Was Nachwuchs sucht und bindet“.

WIN Vorstand Andreas Schulte-Werning begrüßte dazu den Kapuzinerpater und Priesterausbilder Harald Weber, und Prof. Dr. Olaf Arlinghaus von der FH Münster als Referenten sowie ca. 50 Unternehmer und Studierende aus dem Raum Münster. „Den eigenen Weg muss man suchen“, lautete die Aufforderung und gleichzeitige Herausforderung von Pater Harald, der dabei persönliche und Erfahrungen als Ausbilder und geistlicher Begleiter vorstellte. „Dazu ist es wichtig, seine eigene Identität kennenzulernen und diese zu internalisieren. Als Mensch muss ich innerlich überzeugt sein und darf mich nicht nur an äußeren Dingen festmachen. Erst mit meinem reflektierten Fundament kann ich herausfinden, ob eine Gemeinschaft oder ein Unternehmen zu mir passt“, stellte der Kapuziner den Zusammenhang zwischen persönlicher Suche und gemeinschaftlicher Bindung dar.

Zu dieser persönlichen Suche gehörten Veränderungen, nahm Prof. Arlinghaus den Ball auf und berichtete über seine Erfahrungen als Professor für Allg. BWL. Arlinghaus nahm sich und die Unternehmer selbst in die Pflicht. „Welchen Beitrag können wir als Unternehmer leisten, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen?“ Zentral seien unter anderem eine erhöhte Aufmerksamkeit und Wertschätzung gegenüber dem Nachwuchs. Als Ausbilder müsse man authentisch sein und Verantwortung übernehmen. „Ethik und Moral tauchen in der Regel in den BWL-Studiengängen nicht auf. Doch schon im Studium müssen Fragen wie – Wo liegt meine persönliche Grenze für Korruption?- thematisiert werden“ stellt Arlinghaus fest. „Erst so können wir eine Balance schaffen, in der es nicht um Geld oder Liebe, sondern um Geld und Liebe geht“, fokussierte der Professor der FH Münster.

Im Anschluss an die Vorträge hatten die Teilnehmer in Diskussionen in Kleingruppen Gelegenheit über das gehörte zu reflektieren und den Experten Fragen zu stellen. Abschließend wurden die Klostergespräche mit einem gemeinsamen Ausklang bei Getränken und Currywurst im Kapuzinersaal des Klosters beendet.